Ustascha in Teheran?

Aktuell entwickelt sich in der kommunistischen Bewegung Deutschlands eine Debatte über die richtige Analyse des Krieges gegen den Iran, und den praktischen Schlussfolgerungen daraus.

Diejenigen, die unsere Position angreifen, sagen darüber hinaus, dass die Debatte eigentlich un­wichtig wäre, weil man lieber Praxis machen sollte. Das Problem ist nur, dass es keine revolutionä­re Praxis ohne revolutionäre Theorie gibt. Wenn man ein praktisches Problem beseitigen will, in diesem Fall den Imperialismus, dann muss man eine theoretische Analyse seines Grundes haben, um eine theoretische Lösung für das Problem finden zu können, die man dann in der Praxis umset­zen kann. Den theoretischen Kampf für nebensächlich oder unnötig erklären, tut man für gewöhn­lich, wenn man die eigenen falschen Gedanken vor Kritik schützen will.

Doch was sind die unterschiedlichen Positionen?

Die Antifa Jugend Aachen, der Rote Aufbruch Dresden, die Gruppe Als Klasse Kämpfen, die Kom­munistische Organisation, die Migrantifa Rhein Main und wir vertreten die marxistisch-leninisti­sche und maoistische, antiimperialistische Position, dass die Islamische Republik Iran einen natio­nalen Krieg für das Selbstbestimmungsrecht der iranischen Nation führt, dieser Krieg gerechtfertigt ist, und die iranische Nation, und auch die Islamische Republik Iran in dieser Situation unsere Soli­darität verdienen. Genauso gibt es andere Gruppen, die diese Position ablehnen. Von der Gegenseite gab es nun von Andrej Vogelhut auf gegenwind.news eine Kritik an unserer Position. Auf diese Kri­tik wollen wir mit diesem Dokument hier antworten.

Die Stellung der Kommunisten zum nationalen Krieg des Irans

Die deutsche Linke ist offensichtlich sehr verwirrt. Das ideologische Niveau ist sehr niedrig. Dies zeigte sich zuletzt an den absurden Wortmeldungen in der Kommentarspalte unter dem Instagram-Beitrag der Antifa Jugend Aachen. Die Genossen aus Aachen haben einen sehr guten Text geschrie­ben, der auf marxistische Weise die konkrete Situation analysiert, und die verschiedenen linken Stellungnahmen kritisiert. In der Kommentarspalte haben dann Trotzkisten, Antideutsche, und rot lackierte Antinationale gemeinsam gegen die Genossen gehetzt. Am absurdesten ist, dass die Ge­nossen von @roteinfos Mao Tse Tung zitiert haben, um den nationalen Krieg der Islamischen Repu­blik Iran zu diskreditieren.

­Der Ramadankrieg: Welche Entwicklungstendenzen zeichnen sich ab?

Am 28.02.2026 hat der Krieg der USA und Israel gegen den Iran begonnen. Dieser Krieg ist ein im­perialistischer Krieg, der den Sturz der Islamischen Republik, und die Balkanisierung der iranischen Nation in Formierung zum Zweck hat. Darüber hinaus dient der Krieg als Vorbereitung für einen kolonialen Genozid gegen die arabischen Staaten um Israel herum, sowie für die Balkanisierung weiterer Nationen (Pakistan, evtl. Saudi-Arabien).

Der Iran hingegen führt einen gerechtfertigten Krieg zur Behauptung seines nationalen Selbstbe­stimmungsrechts als Halbkolonie. Die Achse des Widerstandes kämpft in Solidarität mit dem Iran einen gerechtfertigten Kampf gegen den US-Imperialismus und die zionistische Siedlerkolonie Isra­el.

Notizen zu Marc Rubios Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz

Die Rede Marc Rubios bestätigt, dass die USA eine hegemoniale Supermacht sind, die ihre eigene Weltordnung revidieren wollen, um eine neue, wieder direktere Formen des Kolonialismus anwen­dende Weltordnung aufzubauen. Außerdem wollen die USA die ökonomische und militärische Macht der imperialistischen Staaten untergrabende Aspekte der Globalisierung revidieren.

­Thesen zur Islamischen Republik Iran und der aktuellen Situation

Die Redaktion hat bislang keine vollständige Einheit über diesen Text erlangt, es wurde aber be­schlossen, ihn in seiner aktuellen Fassung als Beitrag zur Debatte über die Situation im Iran und den Charakter der Islamischen Republik Iran zu veröffentlichen.

Es handelt sich bei dem Text um Thesen, und nicht um einen vollständig ausformulierten Artikel. Allerdings sind die wichtigsten Quellen trotzdem am Ende angegeben.

Zur Imperialismus-Veranstaltung in Leipzig

Ein Genosse von uns hat auf Einladung der Roten Wende Leipzig einen Vortrag über den Imperialismus gehalten. Darin hat er auf Grundlage eines Zitats aus Lenins „Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus“ erklärt, inwiefern der Imperialismus das höchste Stadium des Kapitalismus, monopolistischer, parasitärer, faulender und sterbender Kapitalismus ist. Danach hat der Genosse im Anschluss… Zur Imperialismus-Veranstaltung in Leipzig weiterlesen

Podiumsdiskussion: Imperialismus – Was ist es und warum sollten wir dagegen sein?

Ein Genosse von uns hat an einem Podium von Platypus Berlin zum Thema Imperialismus teilgenommen. Die Leitfragen des Podiums waren: Was versteht ihr unter Imperialismus? Was ist der spezifische Beitrag der Imperialismus-Schrift von Lenin und inwiefern ist diese heute noch relevant? Wie lässt sich aus der Geschichte antiimperialistischer Kämpfe lernen? Was hat der Kampf gegen den Imperialismus mit dem Kampf für den Sozialismus zu tun?

Neben unserem Genossen waren auf dem Podium Andres (Trotzkist von RIO/Klasse gegen Klasse), Ingar Solty (Sozialdemokrat von der Linkspartei) und ein Blogger (Rassist von der Universität).

Die Widersprüche zu dem Sozialdemokraten und dem Trotzkisten bekamen leider nur wenig Raum, weil der Blogger immer wieder seine letzte chauvinistische Dummheit mit der nächsten übertrumpft hat. Der Genosse hat in dem Moment entschieden, dass er dort sitzen bleibt, um dem Chauvinismus argumentativ entgegenzutreten.

Interessant ist vielleicht, dass wir mittlerweile eine andere Position zum Ukrainekrieg haben. Zwar hat die Ukraine selbstverständlich ein Recht auf Selbstbestimmung und es ist legitim, dass sie sich gegen die russische Besatzung wehrt, aber das ist nicht mehr der Hautpwiderspruch in diesem Krieg. Die herrschende Fraktion der Bourgeoisie führt diesen Krieg als Stellungskrieg und in völliger Rücksichtslosigkeit gegen die Verluste in Form von Menschenleben, weil sie den Erhalt von Gelände über den Erhalt von Menschenleben stellt. Der Stellungskrieg ist eine Materialschlacht und dadurch wird die ukrainische Regierung immer abhängiger von ihren westlichen Herren. Sie führt den Krieg im Interesse ihrer imperialistischen Herren und nicht für die Freiheit der ukrainischen Nation. Die Ausführungen des Genossen dazu könnt ihr ab Minute 01:57:27 hören.

Viel Spaß beim Zuhören:

Der Imperialismus in seiner halbkolonialen Form

Die Leugnung des qualitativen Unterschiedes zwischen imperialistischen Nationen und unterdrückten Nationen führt dazu, dass die Parole: „Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch!“, revidiert wird.

Der vorliegende Text begründet, warum wir an dieser Parole Lenins festhalten. Dafür werden wir erklären, wie sich das Kapital vom Kapitalismus der freien Konkurrenz zum Imperialismus als Kapitalismus der relativierten Konkurrenz der Monopole weiter entwickelt hat. Danach werden wir auf das Verhältnis von Staat, Nation und Kapital eingehen, und wie daraus folgt, dass sich Staat und Kapital nach Außen wenden, über die Grenzen des Nationalstaats hinaus. Dabei treffen sie auf andere Nationalstaaten, und die Verlaufsformen dieses Widerspruchs ergeben die moderne Weltordnung, auf die wir dann zu sprechen kommen werden. Hierbei werden wir auf einige Fallbeispiele eingehen, und auf die Besonderheiten, die sich aus der historischen Genese des modernen Imperialismus aus dem Kolonialismus ergeben, eingehen.

Auf Grundlage dieser Analyse wollen wir uns zu den Schlüssen des wissenschaftlichen Sozialismus daraus äußern, die Parole Lenins begründen, und erklären, inwiefern die neudemokratische Revolution ihre adäquate Umsetzung ist.